Crassula ovata

Crassula ovata

Geldbaum, Pfennigbaum, Deutsche Eiche, Dickblatt

Crassula ovata Hummels Sunset

Crassula ovata „Hummel’s Sunset“

Pflege
  • Standort: Hell bis vollsonnig
  • Substrat: Fertigmischungen für Kakteen oder Substrate für Zimmerpflanzen, Kräuter, Gemüse gemischt mit Vogelsand, Tongranulat, Bimskies
  • Gießen: Austrocknen lassen zwischen den Wassergaben, fast trocken im Winter
  • Düngen: Gelegentlich von April bis September mit Flüssigdünger oder Langzeitdünger (Stäbchen, Granulat, Pellets)
  • Temperatur: Bei 5 bis 15 °C überwintern
  • Vermehrung: Blattstecklinge, Triebstecklinge, Samen
Geldbaum Treppenhaus

Dieser Geldbaum steht seit vielen Jahren bei uns im Treppenhaus. Sonne erhält er nur in den Abendstunden, sie wird abgeschwächt durch die Milchglasscheibe. Er überlebt diese widrigen Umstände, wird aber regelmäßig von Schildläusen befallen.

Standort

Ideal sind voll- bis teilsonnige Standorte mit 3 bis 6 Sonnenstunden täglich. Die sommerliche Mittagssonne ist willkommen, aber nicht zwingend notwendig für das gute Gedeihen des Geldbaums. Ein Plätzchen mit Morgen- oder Abendsonne passt ebenfalls.

Ein „nur“ heller Standort ohne Sonne, zum Beispiel direkt hinter einem Fenster, wird ebenfalls vertragen. Steht Crassula ovata zu dunkel, bildet er lange und dünne Äste aus, die nach unten hängen.

Das Übersommern im Garten oder auf dem Balkon ist möglich. Dort ist, vor allem während der unbeständigen Frühjahrs- und Herbstwochen, ein vor Dauerregen geschützter Standort optimal. An die nicht mehr durch ein Fenster gefilterte Sonne muss er langsam gewöhnt werden, sonst können sich seine Blätter einen Sonnenbrand einfangen.

Sukkulentenerde aus Kräutererde, Vogelsand, Tongranulat

Selbst gemischte Sukkulentenerde aus Kräutererde, Vogelsand, Tongranulat im Verhältnis 2:1:1.

Erde

Als Substrat eignet sich handelsübliche Kakteenerde oder eine Mischung aus 2 bis 3 Teilen Blumenerde und je einem Teil Sand und Tongranulat sowie Bimskies.

Wer dazu neigt, zuviel zu gießen, mischt die Blumenerde und das Tongranulat im Verhältnis 1:1. Wer das im Griff hat, kann die Blumenerde sogar pur verwenden.

Auch Kräuter- oder Gemüseerde eignet sich zum Mischen.

Geldbaum

Crassula ovata ist umgangssprachlich als Geldbaum, Pfennigbaum oder Deutsche Eiche bekannt.

Gießen

Während der Wachstumzeit, vom Frühjahr bis in den Herbst, kann durchdringend gegossen werden. Es gibt soviel Wasser, bis die Erde nichts mehr aufnimmt. In den Untersetzer ablaufende Reste werden nach einigen Minuten entfernt. Bis zum nächsten Wässern darf das Substrat austrocknen.

Staunässe mag der Geldbaum nicht, sie dürfte die häufigste Ursache für das Abwerfen von Blättern oder matschigen Trieben sein.

Vom Herbst bis in das Frühjahr, vor allem wenn Crassula ovata kühl überwintert wird, sollte das Substrat überwiegend trocken sein. Es gibt nur schlückchenweise Wasser, sodass die Blätter nicht schrumpeln.

Düngen

Im ersten Jahr nach dem Umtopfen ist keine weitere Düngung erforderlich, da die handelsüblichen Erdmischungen vorgedüngt sind.

Flüssigdünger für Kakteen oder Grünpflanzen kann von April bis September jede 4. bis 8. Woche gegeben werden. Langzeitdünger wie Stäbchen, Granulat oder Pellets können im Frühjahr und Sommer in den Topf kommen.

Enthält die Erde viele organische Bestandteile (Humus), dann reicht die Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Konzentration. Ist sie eher mineralisch zusammengesetzt, darf die Konzentration höher sein.

Crassula ovata stirbt nicht, wenn das Düngen ab und öfters vergessen wird.

Geldbaum Blüten

Den Geldbaum zur Blüte anregen

Soll der Geldbaum im Winter oder Frühjahr blühen, muss er ab Oktober kühl oder wechselwarm stehen.

Wer einen Garten hat, belässt ihn dort, bis sich die Temperaturen bei 5 °C einpendeln. Frost verträgt er allerdings nicht, bereits bei 1 °C erfrieren die Blätter. Um das Durchnässen der Erde zu vermeiden, es kann zu Wurzelfäule führen, sollte er überdacht stehen.

Die unterschiedlichen Tages- und Nachttemperaturen können dazu führen, dass er Blüten ansetzt.

Wer keinen Garten hat, sollte ihn kühl überwintern, zwischen 5 und 10 °C. Das kann sich ebenfalls positiv auf die Blütenbildung auswirken.

Während dieser Zeit wird nur schlückchenweise gewässert.

Den Geldbaum bei Zimmertemperatur überwintern

Steht kein kühles bis temperiertes Plätzchen zur Verfügung und muss Crassula ovata bei Zimmertemperatur überwintert werden, kann das zum Ausbilden von Lichtmangeltrieben führen. Deshalb ist es gut ihn auch an einem warmen Standort nur wenig bis mäßig zu gießen, sodass er das Wachstum einstellt.

Vermehrung

Crassula ovata Steckling

Einige Äste bilden Luftwurzeln und eignen sich gut zur Stecklingsvermehrung.

Die Vermehrung mit Stecklingen ist nicht aufwändig. Es können Blätter oder Äste verwendet werden. Sie dürfen nach dem Schnitt für 8 bis 24 Stunden antrocknen. Als Anzuchtsubstrat eignet sich handelsübliche Kakteenerde, der Topf sollte hell und warm aber vor der heißen Sommersonne geschützt stehen.

Bis sich die ersten Wurzeln gebildet haben, ist es besser die Erde gleichmäßig feucht aber nicht tropfnass zu halten.

Blattstecklinge können Wochen bis Monate brauchen, bis sie neue Triebe bilden. Mit Ästen geht es schneller.

Geldbaum-Steckling

Blühender Steckling, im Dezember geschnitten und eingetopft.

Die Blätter werden abgeworfen

Wenn der Geldbaum Blätter verliert, kann das verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel dauerhaft feuchtes bis nasses Substrat oder der Befall mit Schädlingen.

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen können die dem Licht abgewandten Blätter abgeworfen werden. Häufig geschieht das an einem zu warmen Winterstandort. Abhilfe können ein Standortwechsel oder Kunstlicht in Form einer Energiesparbirne schaffen.

Stamm und Blätter werden weich

Die häufigste Ursache für das Weichwerden der Triebe ist zu feuchte Erd. Vor allem am kühlen Winterstandort können bei zu gut gemeintem Gießen die Wurzeln schnell beginnen zu faulen.

Sind alle Pflanzenteile weich, besteht keine Möglichkeit mehr um die Pflanze zu retten. Ansonsten kann es hilfreich sein, wenn man Crassula ovata umtopft und die fauligen Wurzeln sowie die weichen Triebe entfernt. Als weitere Absicherung schneidet man Stecklinge aus den gesunden Trieben.

Tierische Schädlinge

Wenn der Geldbaum beginnt, eine klebrige Flüssigkeit abzusondern, dann liegt zumeist ein Befall mit Schädlingen vor. Sehr beliebt ist er bei Schild- und Schmierläusen (Wollläuse). Sie befallen besonders gerne geschwächte und sich „nicht wohlfühlende“ Pflanzen und können ein Hinweis sein, dass es etwas in der Pflege zu optimieren gilt.

Die Bekämpfung kann sich vor allem bei größeren Geldbäumen sehr langwierig gestalten. Mit einem Kontaktgift bekommt man die Viecher nicht weg, denn sie sind durch einen Panzer geschützt.

Im Fachhandel sind Pflanzenstäbchen zu erhalten. Sie werden in die Erde gesteckt, die Pflanze nimmt den Wirkstoff mit dem Gießwasser auf. Diese Stäbchen sind in der Regel mit Dünger kombiniert.

Die abgestorbenen Läuse können unter der Dusche sowie mit Wattestächen oder einem Tuch entfernt werden.

Schildläuse am Geldbaum

Schildläuse auf einem Geldbaumblatt.

Schmierlaus

Schmierlaus/Wolllaus

Steckbrief

Der Geldbaum ist ein aus Südafrika stammendes Dickblattgewächs (Crassulaceae). Er wächst strauch- oder baumförmig, kann über 2 Meter hoch werden und besitzt sukkulente (wasserspeichernde) Eigenschaften.

Der Volksmund kennt ihn auch als Pfennigbaum oder Deutsche Eiche. Der korrekte botanische Name lautet Crassula ovata, die Bezeichnungen C. argentea und C. portulacea sind ungültig.

Es werden verschiedene Sorten angeboten, die sich in der Form und Färbung ihrer Blätter unterscheiden. Am bekanntesten dürften „Gollum“ und/oder „Hobbit“ mit ihren röhrenförmigen Blättern sein. Bilder dazu finden Sie am Ende des Artikels.

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Sorten

Von Crassula ovata sind verschiedene Sorten zu erhalten, die sich teilweise sehr ähnlich sehen. Die Färbung der Blätter ist stark abhängig vom Licht. Je sonniger der Geldbaum steht, desto intensiver kann sie sein.

Crassula ovata Gollum

Ob es sich bei dem oben gezeigten Exemplar um Crassula ovata „Gollum“ oder die sehr ähnlich aussehnde Sorte „Hobbit“ handelt, kann ich leider nicht sagen.

Crassula ovata Tricolor

Das Bild ist in einem botansichen Garten entstanden, die Pflanze war mit C. ovata „Tricolor“ beschriftet.

Crassula ovata Variegata

Crassula ovata „Variegata“

Crassula ovata Money Maker

Crassula ovata „Money Maker“

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