Kakteenerde mischen

Kakteenerde aus dem Gartencenter ist teuer. Fünf Liter des Substrats kosten dort zwischen 5 und 7 €. Während 20 Liter „normale“ Blumenerde für den selben Preis* zu haben sind. Zudem, wer benötigt 5 Liter Spezialerde für einen kleinen Kaktus?

Diese Fertigmischungen bestehen überwiegend aus Blumenerde und enthalten zusätzlich, je nach Hersteller, Sand, Tongranulat, Perlitte oder Lavakies. Einige dieser Zutaten sind auch in gut sortierten Supermärkten zu erhalten.

Sukkulentenerde aus Kräutererde, Vogelsand, Tongranulat

Selbst gemischte Sukkulentenerde aus Kräutererde, Vogelsand, Tongranulat im Verhältnis 3:1:1.

Viele Kakteen und andere sukkulente Pflanzen gedeihen gut in Mischungen, deren organische Anteile (Humus) aus Blumenerde, Kräutererde oder Gemüseerde stammen. Zum Auflockern und Mineralisieren eignet sich Vogelsand. Und zwar der billige, also die Hausmarke eines Supermarkts.

Vogelsand

Vogelsand

Gemischt werden kann in einem Verhältnis das ungefähr 3 bis 4 Teilen Erde und einem Teil Sand entspricht.

Auf das Gießen kommt es an.

Wichtiger als das Mischungsverhältnis ist das Gießverhalten. Auch im durchlässigsten Substrat können Pflanzen ertrinken, wenn Wasser tagelang im Untersetzer steht.

Tipp: Verwenden Sie torffreie Substrate als Basis. Sie sind nicht nur umweltschonender (hoffentlich) sondern auch durchlässig, da sie aus faserigem Material bestehen.

Zimmerpflanzenerde torffrei

Torffreies Substrat für Zimmer- und Kübelpflanzen.

Extra-Tipp: Auch die Erde aus Kräutertöpfen können Sie zum Mischen verwenden. Wurzelreste müssen Sie nicht entfernen, aber Pflanzenteile die wieder austreiben können.

Erde aus Kräutertopf

Kräutertopferde von Petersilie.

Für welche Pflanzen eignen sich diese Mischungen?

Gut eignen sich humose Mischungen für Kakteen und andere sukkulente Pflanzen aus tropischen und subtropischen Regionen. Wie zum Beispiel Kakteen und Sukkulenten aus den nachfolgend gelisteten Gattungen.

Kakteen
Sukkulenten

Nicht geeignet sind humose Substrate für Arten, die sich an das Überleben in extremen Lebensräumen angepasst haben. Wie zum Beispiel Mittagsblumengewächse oder Aasblumen.

* Stand Juli 2018

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