Yucca Palme, Palmlilie, Syn. Y. elephantipes
Yucca gigantea ist weder mit den Palmen (Arecaceae), noch mit den Lilien (Liliaceae) verwandt. Sie zählt zu den Agavengewächsen (Agavoideae), einer Unterfamilie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko bis nach Mittelamerika.
Pflege
- Standort: sonnig und hell
- Substrat: Blumenerde, Palmenerde, Kübelpflanzenerde, Kakteenerde
- Gießen: durchdringend im Sommer und antrocknen lassen zwischen den Wassergaben, leicht feucht im Winter
- Düngen: halbkonzentriert, Grünpflanzendünger von April bis September monatlich, Stäbchen
- Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig, oder bei 5-10 °C überwintern
Standort
Der ideale Standort ist ganzjährig sonnig und hell. Übersommert werden kann an einem regengeschützten Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon. Wenn die Temperaturen dauerhaft zwischen 5 und 10 °C liegen, sollte die Yucca wieder ins Haus kommen.
Das sie draussen vor Regen geschützt steht, ist für die kühleren Frühjahrs- und Herbstwochen wichtig. Dauerfeuchtes oder gar nasses Substrat in Kombination mit niedrigen Temperaturen vertägt sie nämlich nicht.

Substrat
Für große Pflanzen, die im Kübel wachsen und die man nicht ganz so regelmäßig umtopfen möchte, verwendet man am besten Kübelpflanzen- oder Palmenerde. Diese Mischungen enthalten zumeist etwas Lehm oder Ton und sind stabiler.
Die kleinen können in handelsüblicher Blumen- oder Kakteenerde kultiviert werden. Bei mir hat sich ein Mix aus Kakteenerde und Tongranulat im Verhältnis 3:1 bewährt.

Gießen
Wie oft man gießen muss, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Während der warmen Sommerwochen zum Beispiel, ist der Wasserbedarf höher als im Winter.
Pauschale Aussagen, wie einmal die Woche, kann man nicht machen.
Während der Wachstumszeit, vom Frühjahr bis in den Herbst, kann durchdringend gegossen werden. Die Yucca erhält dabei soviel Wasser, bis sich die Erde damit vollgesogen hat. Was in den Untersetzer abläuft wird nach ein paar Minuten entfernt. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen. Bis zur nächsten Wassergabe sollte das Substrat fast austrocknen.
Ob die Erde noch feucht ist, lässt sich durch das Anheben des Topfs ermitteln. Trockenes Substrat ist nämlich leichter als feuchtes.
Düngen
Zum Düngen eignen sich Flüssig- oder Langzeitdünger, wie zum Beispiel Stäbchen.
Im ersten Jahr nach dem Kauf Umtopfen ist keine Düngergabe erforderlich. Das gilt auch, wenn jährlich mindestens die Hälfte der Erde erneuert wird. Handelsübliche Erden sind nämlich vorgedüngt.
Pflanzen die schon länger nicht mehr ungetopft wurden, kann man von April bis September monatlich Flüssigdünger verabreichen. Oder sie erhalten im Frühjahr und Sommer Stäbchen. Die Menge richtet sich danach, wie lange das Substrat nicht erneuert wurde.
Überwintern
Yucca gigantea kann das ganze Jahr über bei Zimmertemperatur kultiviert werden. Um Geilwuchs – lange und dünne Triebe – zu vermeiden, wird während des Winters aber nur schlückchenweise gewässert und gerade soviel, dass die Erde nicht austrocknet.
Sie stellt dann ihr Wachstum ein.
Das kühle Überwintern, mit stark reduzierten Wassergaben, bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C ist ebenfalls möglich.
Vermehren
Die Vermehrung der Yucca Palme durch Stecklinge ist nicht schwierig. Dafür können grüne oder verholzte Teile verwendet werden. Die ersten Wurzeln zeigen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 25 °C nach 4 Wochen.

Vor dem Schneiden oder Sägen sollten das Messer oder die Säge desinfiziert werden. Das kann zum Beispiel mit Alkohl oder das Erhitzen mit einem Feuerzeug geschehen.
Der ideale Standort für die Anzucht ist hell, aber zumindest während der ersten 12 Wochen ohne direkte Sommermittagssonne. Als Substrat eignet sich Blumen- oder Kakteenerde. Man hält es die ersten 4 Wochen eher nass, aber ohne das Wasser im Untersetzer steht und danach gleichmäßig feucht.
Wenn sich ein paar der Blätter braun färben und vertrocknen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, wachsen neue nach.