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Dracaena reflexa syn. marginata

Drachenbaum

Obwohl dieser aus Madagaskar stammende Drachenbaum in der Literatur und im Handel noch unter seinem alten Namen zu finden ist, gilt Dracaena marginata nicht mehr als eigenständige Art, sondern als Form von Dracaena reflexa (var. angustifolia).

Da sich die einzelnen Formen von D. reflexa in der Pflege unterscheiden, verwende ich in diesem Artikel den alten botanischen Namen.

Von D. marginata werden einige Sorten, wie zum Beispiel „Bicolor“, mit rot gestreiften und „Tricolor“, mit rot-gelb gestreiften Blättern angeboten.

Die Drachenbäume, es gibt etwas mehr als 100 Arten, sind übrigens enger mit den Maiglöckchen verwandt, als mit den ähnlich aussehenden Yuccas.

Dracaena reflexa syn. marginata

Pflege
  1. Standort: sonnig bis schattig
  2. Substrat: Blumen-, Kübelpflanzen- oder Kakteenerde
  3. Gießen: gut an-, aber nicht austrocknen lassen
  4. Düngen: von April bis September
  5. Überwintern: bei Zimmertemperatur oder kühl (5-10 °C)
  6. Vermehrung: Stecklinge

Standort: Dracaena marginata ist robust und kommt auch mit wenig Licht zurecht. Wer sein Heim mit einer schönen und gesunden Pflanze schmücken möchte, sollte ihn nicht in der hintersten Ecke platzieren.

Optimal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Wenn es sein muß, wächst er auch im Schatten. Im Dunkeln stehen darf er nicht.

Übersommert werden kann der Drachenbaum im Garten oder auf dem Balkon. An die direkte und nicht mehr durch ein Fenster gefilterte Sonne, muss man ihn aber langsam gewöhnen. Zudem sollte er vor Dauerregen geschützt sein.

Wenn sich die Temperaturen zwischen 5 und 10 °C einpendeln, kommt er wieder ins Haus.

Substrat: Blumen- oder Kübelpflanzenerde eignet sich. Entweder pur, oder aufgelockert mit Bimskies, Tongranulat oder Akadama. Wer zum Übergießen neigt, sollte eine lockere Mischung verwenden.

Gießen: Vom Frühjahr bis in den Herbst und wenn der Drachenbaum warm (>20 °C) überwintert wird, darf durchdringend gegossen werden. Man wässert solange, bis die Erde keine Flüssigkeit mehr aufnehmen kann. Was in den Untersetzer abläuft, wird nach ein paar Minuten entfernt. Bis zur nächsten Wassergabe darf das Substrat fast austrocknen.

Düngen: Da Fertigsubstrate vorgedüngt sind und die Pflanzen vom Züchter ebenfalls gut gedüngt wurden, ist im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen keine weitere Düngung erforderlich.

Anschließend können von April bis September Flüssig- oder Langzeitdünger verabreicht werden.

Draceana marginata kommt mit wenig Nährstoffen zurecht. Mein erstes Exemplar habe ich in 10 Jahren 5-mal gedüngt. Es ist trotzdem – oder gerade deshalb – gut gewachsen.

Drachenbaum

Überwintern: Durch die kalte Jahreszeit bringen lässt sich der Drachenbaum bei Zimmertemperatur, oder kähl, zwischen 5 und 10 °C.

Am kalten Standort hält man die Erde fast trocken, es wird nur soviel Wasser verabreicht, dass sie nicht austrocknet.

Feuchtes oder nasses Substrat in Kombination mit niedrigen Temperaturen führt zu Wurzelfäule.

Vermehrung

Die Vermehrung gestaltet sich bei Dracaena marginata einfach und kann über Kopf- oder Stammstecklinge erfolgen. Sie werden in die Erde gesteckt, anschließend kommt der Topf an ein helles Plätzchen, ohne direkte Sonne. Bis die Stecklinge angewachsen sind, hält man das Substrat gleichmäßig feucht.

Drachenbaum-Steckling

Die Blätter fallen ab

Wenn Dracaena marginata gelegentlich ein Blatt verliert, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Werden mehrere abgeworfen, kann ein Pflegefehler die Ursache sein.

In den meisten mir bekannten Fällen wurde zuviel gegossen, sodass die Wurzeln verfault sind. Ohne Wurzelwerk erhält der Drachenbaum kein Wasser. Um zu überleben entledigt er sich zuerst seiner Blätter.

Besteht dieser Verdacht, sollten Sie sich die Wurzeln anschauen, ob sie fest oder weich, hohl und matschig sind. Ist letzeres der Fall, kann das sofortige Umtopfen die Rettung sein.

Die alte Erde mit den verfaulten Wurzeln wird entfernt.

Der Stamm wird weich

Wenn der Stamm weich wird, ist es häufig bereits zu spät. Die Ursache kann ebenfalls Staunässe sein.

Sollten noch feste und gesunde Triebe vorhanden sein, können sie abgetrennt und zur Stecklingsvermehrung genutzt werden. So lässt sich zumindest ein Teil der Pfanze retten.

Dracaena marginata

Zimmerpflanzen Pflege:

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6 Kommentare

  1. pflanzenfreund sagt:

    wie fermere ich die den wenn ich nur eine krone habe? kan ik die einfach abschneiden und neu wurzeln lassen und treibt die pflanze am stamm neu aus oder geht sie ein ???

    • Frau-Doktor sagt:

      Ja, Spitze abschneiden und in die Erde stecken. Wenn Sie es jetzt machen, möglichst hell und warm (>20 °C) platzieren. Oder warten bis zum Frühjahr.

      Bis der Stamm wieder austreibt, kann es ein paar Wochen dauern.

  2. fabrikbesitzer sagt:

    Hallo, habe auch einen kleinen Drachenbaum zu Hause stehen. Jetzt ist mir aufgefallen, dass sich auf der Oberfläche des Substrats, kleine Fliegen tummeln. Wie heißen die und was kann man gegen die kleinen Plagegeister machen, damit der Baum nicht darunter leidet?

    Lg

    • Frau-Doktor sagt:

      Das dürften Trauermücken sein. Die schaden den Pflanzen nicht, ausser sie treten in Massen auf. Dann müssen es aber seeeeehr viele sein.

      Bekämpfen lassen sie sich mit Gelbtafeln.

  3. Pflanzenfreund sagt:

    Hallo
    an meinem Drachenbaum werden die Blattspitzen braun ! was kann ich tun

    • Frau-Doktor sagt:

      Wenn es nur die Spitzen sind und Stamm und Wurzeln fest und gesund sind, sehe ich da keinen Grund zur Sorge. Ansonsten mal die üblichen Verdächtigen kontrollieren, also ob zu nass, zu trocken …