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Titanopsis calcarea

Mittagsblume

Die 3 Arten aus der Gattung Titanopsis sowie einige aus der nahe verwandten Gattung Aloinopsis, dürften die apartesten Mittagsblumengewächse sein.

Die Blätter dieser hochsukkulenten Pflanzen sind mit kleinen Noppen überzogen. Das Erscheinungsbild innerhalb der Arten ist variabel, es gibt einige Standortformen.

Obwohl sie nicht mehr Pflegemaßnahmen als andere Sukkulenten erfordern, werden sie im klassischen Pflanzenhandel selten angeboten. Lediglich Titanopsis calcarea ist manchmal bei den namenlosen Minisukkulenten zu finden.

Titanopsis calcarea

Pflege
  1. Standort: voll- bis teilsonnig
  2. Substrat: Bimskies, mineralischer Mix
  3. Gießen: mäßig Frühjahr bis Herbst, schlückchenweise bis trocken im Winter
  4. Düngen: Flüssigdünger im Frühjahr alle paar Jahre
  5. Temperatur: bei 5-10 °C überwintern
  6. Vermehrung: Samen, Blattstecklinge

Standort: Ein voll- bis teilsonniger Standort, mit mindestens 4 Sonnenstunden täglich wird gewünscht. Die Blüten von Titanopsis calcarea öffnen sich nur in der Mittagssonne und schließen sich am späten Nachmittag wieder.

Das Übersommern auf dem Balkon oder im Garten ist möglich. Dort sollte das Mittagsblumengewächs vor Regen geschützt stehen und langsam an die nicht mehr durch ein Fenster gefilterte Sonne gewöhnt werden.

Substrat: Optimal ist Bimskies, den es in verschiedenen Körnungen gibt. Handelsübliche Kakteenerde oder Mischungen mit Humusanteil eignen sich nicht für die dauerhafte Kultur.

Die in Bau- und Gartencentern angebotenen Mittagsblumengewächse wachsen zumeist in torfigem Standartsubstrat. Sie sollten umgetopft werden.

Gießen: Titanopsis calcarea hat sich an das Überleben in extrem trockenen Regionen angepasst. Zudem stellt die Art während sehr heißer Sommerwochen, ab 30 °C ihr Wachstum ein.

Gewässert wird am besten nur schlückchenweise und 2- bis 4-mal jährlich durchdringend, um das Substrat durchzuspülen. Es muss austrocknen dürfen zwischen den Wassergaben. In den heißen Sommerwochen gießt man nur tröpfchenweise.

Düngen: Im Frühjahr, zum Beginn der Wachstumszeit, kann dem Gießwasser halbkonzentrierter Flüssigdünger für Grünpflanzen oder Kakteen beigemischt werden. Kann, muss aber nicht, Titanopsis calcarea gedeiht auch ohne Düngung gut.

Überwintern: Ideal ist ein kühler Winterstandort bei ungefähr 5 °C. Das Substrat hält man dort fast trocken, es gibt nur gelegentlich ein paar Tröpfchen Wasser.

Wer wärmer überwintern muss, gießt trotzdem sparsam, sodass Titanopsis calcarea das Wachstum einstellt.

Vermehren

Wie viele andere Mittagsblumengewächse auch, sind die Titanopsis-Arten Lichtkeimer. Ihre Samen werden nur auf das Substrat gelegt und nicht damit bedeckt. Es eignet sich feiner bis mittelgrober Bimskies.

Um das Austrocknen des Saatguts zu vermeiden, stellt man den Topf in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer. Das Abdecken mit einem Gefrierbeutel ist bei täglicher Lüftung ebenfalls möglich.

Titanopsis Sämlinge

Schon früh ist zu erkennen, dass es sich um junge Titanopsis calcarea handelt.

Der Standort zum Keimen muss hell, aber ohne direkte Sonne und nicht zu warm sein. Optimal sind 15 °C. Steht der Topf zu warm, schießen die Sämlinge in die Höhe und kippen um.

Sobald alle Samen aufgegangen sind, gewöhnt man den Nachwuchs langsam an die Sonne. Der mit Wasser gefüllte Untersetzer wird entfernt, das Substrat sollte aber trotzdem gleichmäßig feucht sein.

Titanopsis & Aloinopsis

Die 3 Titanopsis- und die 8 Aloinopsis-Arten sind sich im Erscheinungsbild und der Lebensweise ähnlich. Sie stammen aus Südafrika.

Aloinopsis spathulata wird manchmal als winterhart beschrieben, kommt aber nach meinen Beobachtungen mit unseren nasskalten Wintern nicht zurecht. Zudem müssen es Abkömmlinge von Exemplaren aus rauen Regionen sein, die kurzzeitig Frost vertragen.

Sukkulenten pflegen:

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