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Faucaria tigrina

Tigerrachen

Faucaria ist eine Gattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Sie beinhaltet 8 Arten, die in Südafrika heimisch sind. Den Trivialnamen Tigerrachen verdanken sie ihren gezahnten Blätträndern.

Am häufigsten im Handel zu finden, dürfte der hier vorgestellte Faucaria tigrina sein. Seine gelben Blüten erscheinen vom Spätsommer bis in den frühen Winter.

Er wird gelegentlich unter der Bezeichnung „Lebende Steine“ verkauft, vermutlich aufgrund seiner verwandtschaftlichen Verhältnisse zu den Arten der Gattung Lithops. Da er seine alten Blätter im Frühjahr nicht abstreift und keine ganz so stringente Winterruhe einlegen muss, ist er in der Kultur einfacher.

Faucaria tigrina

Pflege
  1. Standort: sonnig bis absonnig
  2. Gießen: durchdringend vom Frühjahr bis in den Herbst, schlückchenweise im Winter
  3. Dünger: Kakteendünger von April bis September
  4. Überwintern: 5-10 °C sind ideal, bis 15 °C werden ohne Geilwuchs
  5. Substrat: mineralisch, Bimskies
  6. Vermehrung: Samen, Stecklinge

Standort: Der Tigerrachen benötigt einen teil- bis vollsonnigen Standort, um gut zu gedeihen. Er öffnet seine Blüten nur bei Sonnenschein.

Übersommert werden kann an einem vor Regen geschützten Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon. Dort darf er stehen, bis sich die Temperaturen dauerhaft bei 5 °C einpendeln.

Substrat: Das Substrat sollte in der Mehrheit mineralisch sein. Ich verwende reinen Bimskies. Mineralisch-lehmige Mischungen aus dem Kakteen- oder Bonsaifachhandel eignen sich ebenfalls.

Bei Kakteenerde aus dem Baumarkt ist der Humusanteil zu hoch, sie speichert das Wasser zu lange.

Gießen: Liegen die Temperaturen zwischen 20 und 30 °C, kann Faucaria tigrina durchdringend gegossen werden. Es gibt soviel Wasser, bis das Substrat nichts mehr aufnimmt. Es dürfen aber keine Reste im Untersetzer stehen bleiben, sonst verfaulen die Wurzeln. Bis zur nächsten Wassergabe lässt man das Substrat austrocknen.

Während der sehr heißen Sommerwochen (>30 °C), stellt der Tigerrachen sein Wachstum ein. Jetzt wird nicht oder nur schlückchenweise gegossen. Wie an kühlen und trüben Frühjahrs- oder Herbsttagen.

Düngen: Wenn dem Gießwasser je einmal im Frühjahr und Spätsommer Kakteendünger oder halb konzentrierter Grünpflanzendünger beigemischt wird, reicht das aus.

Überwintern: Ideal ist ein kühler, aber trotzdem heller Winterstandort, bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Der Tigerrachen verträgt es aber auch wärmer, bis zu 15 °C.

Während der kalten Jahreszeit wässert man ihn nur schlückchenweise, sodass er sein Wachstum einstellt.

Tigerrachen

Vermehrung

Die Vermehrung mit Blattstecklingen soll möglich sein, das habe ich aber noch nicht probiert. Die Anzucht aus im Fachhandel erhältlichen Samen ist aber nicht schwierig. Bereits die Jungpflanzen bestechen durch eine eigenwillige Optik.

Faucaria tigrina ist ein Lichtkeimer, sein Saatgut wird nur auf das Substrat gelegt. Gut eignen sich feiner Bimskies oder Sand.

Damit es nicht austrocknet, muss der Topf abgedeckt werden. Bis alle Samen aufgegangen sind, kann man ihn in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen. Damit sich kein Schimmel bildet, lüftet man täglich.

Um zu vermeiden, dass die Sämlinge beim Keimen in die Höhe schießen, darf der Standort nicht zu warm sein. Ideal sind Temperaturen zwischen 15 und 20 °C an einem hellen aber nicht sonnigen Plätzchen.

Wenn die Jungpflanzen ungefähr 12 Wochen alt sind, werden sie langsam an die direkte Sonne gewöhnt.

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