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Glottiphyllum sp.

Mittagsblumen

Glottiphyllum ist eine Gattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse. Sie umfasst ungefähr 16 Arten, die in Südafrika heimisch sind.

Diese Mittagsblumen sind in ihrem Erscheinungsbild variabel, zudem scheinen sie sich gern zu kreuzen, was die Bestimmung erschwert.

In der Kultur sind sie, zumindest die hier gezeigten Arten, nicht schwierig. Wenn man sich beim Gießen zurückhalten und ihnen ein sonniges Plätzchen anbieten kann.

Glottiphyllum suave

Glottiphyllum suave (Synonym G. herrei)

Pflege
  1. Standort: sonnig
  2. Substrat: Bimskies, mineralischer Mix
  3. Gießen: mäßig, austrocknen lassen zwischen den Wassergaben
  4. Düngen: gelegentlich
  5. Temperatur: bei 5-15 °C überwintern
  6. Vermehrung: Samen, Stecklinge, Teilung

Standort: Ein vollsonniger Standort, mit mindestens 4 Stunden Sonne täglich ist ideal. Übersommert werden kann im Garten oder auf dem Balkon, aber vor Regen geschützt.

Substrat: Das Substrat sollte mehrheitlich aus mineralischen Anteilen bestehen. Handelsübliche Kakteenerde eignet sich nicht, sie enthält zuviel Humus.

Im Kakteenfachhandel werden Mischungen für Mittagsblumen angeboten. Sie enthalten Lava-/Bimskies und Lehm.

Ich verwende Bimskies pur.

Gießen: Die hier gezeigten Glottiphyllum-Arten* wachsen nicht das ganze Jahr über, sondern nur im Frühjahr und Herbst. Während der heißen Sommerwochen legen sie eine Pause ein. Damit sie nicht vergeilen und dünne Lichtmangeltriebe ausbilden, sollte man sie im Winter zur Wachstumsruhe zwingen.

An diesen Rhytmus muss das Gießverhalten angepasst sein. Erhalten sie zuviel Wasser, blähen sich ihre Blätter auf.

Bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C kann gelegentlich durchdringend gegossen werden. So wird das Substrat durchgespült. Zwischen den Wassergaben muss es austrocknen dürfen.

Die restliche Zeit wird nur schlückchenweise gewässert. Während der Wachstumspausen erhalten die Mittagsblumen gerade soviel Wasser, dass ihre Blätter nicht beginnen zu schrumpeln.

Glottiphyllum longum

Glottiphyllum longum

Düngen: Wie auch beim Gießen, gilt beim Düngen die Devise „weniger ist mehr“. Eine jährliche Gabe kann erfolgen, muss aber nicht.

Überwintern: Zum Überwintern ist ein kühler Standort ideal, bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Es werden auch höhere Werte vertragen, dann können sich die Mittagsblumen im Folgejahr aber als blühfaul erweisen.

Glottiphyllum fragrans

Glottiphyllum fragrans

Vermehren

Die Vermehrung kann durch Samen, Blattstecklinge oder das Abtrennen von Seitentrieben erfolgen.

Glottiphyllum oligocarpum

Glottiphyllum oligocarpum

* Diese Aussage gilt nicht für Glottiphyllum longum. Das Bild ist im Botanischen Garten Berlin entstanden, Erfahrungen habe ich mit dieser Art nicht.

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