Australischer Minzstrauch, Mentholstrauch
Prostanthera rotundifolia ist ein immergrüner Strauch, der über zwei Meter hoch werden kann. Die Blätter enthalten ätherische Öle und duften bereits bei leichter Berührung nach Minze. Sie können auch als Gewürz verwendet werden.
Der Australische Minzstrauch ist frostempfindlich, in Mitteleuropa zumeist nicht winterhart und muss als Kübelpflanze frostfrei überwintert werden.

Pflege
Standort: Sonnig bis halbschattig
Substrat: Kräutererde, Zimmerpflanzenerde, pur oder aufgelockert mit Sand und Bimskies
Gießen: Der Topfballen sollte immer leicht feucht gehalten werden
Düngen: Jede 4. bis 8. Woche von April bis September, nicht im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen
Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig oder kühl überwintern bei 5 bis 10 °C
Vermehrung: Stecklinge

Standort
Ideal sind helle bis sonnige Standorte, wie gut der Minzstrauch mit Halbschatten zurechtkommt bin ich noch am Testen. Den Sommer kann er auf dem Balkon oder im Garten verbringen. Dort muss er im Frühjahr aber erst an die ungefilterte Sonne gewöhnt werden.
Die heiße Sommersonne wird vertragen wenn der Topf so groß ist, dass die Erde nicht innerhalb weniger Stunden austrocknet.
In seiner australischen Heimat besiedelt Prostanthera rotundifolia sonnige und heiße Standorte und wächst auch zwischen Felsen. Deshalb gilt er als trockenheitsverträglich. Das lässt sich allerdings nicht einfach so auf die Kultur im Topf oder Kübel übertragen. Denn dort steht den Wurzeln nur ein begrenztes Erdvolumen zur Verfügung, das bei Hitze deutlich schneller austrocknen kann.
Substrat
Ich verwende torffreie Kräutererde. Substrate für Zimmerpflanzen oder Kübelpflanzen eignen sich ebenfalls.
Wenn der Australische Minzstrauch eher klein bleiben soll, kann dem Substrat etwas Bims- oder Lavakies beigemischt werden. Wer ihn für die Kräuterküche kultiviert, sollte Kräuter- oder Gemüseerde pur verwenden.

Gießen
Das Substrat sollte immer leicht feucht sein. Es darf oberflächlich antrocknen, aber nicht vollständig austrocknen.
Wenn während der warmen Sommerwochen für einige Stunden Wasser im Untersetzer steht, schadet das nicht. Jetzt ist der Wasserbedarf deutlich höher als im Herbst oder Winter.
Auch bei einer kühlen Überwinterung darf die Erde nicht austrocknen. Sie sollte bei niedrigen Temperaturen aber nicht nass sein, sonst können die Wurzeln faulen.
Düngen
Im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen muss nicht gedüngt werden. Anschließend kann Prostanthera rotundifolia im Frühjahr und Sommer Langzeitdünger wie Stäbchen, Granulat oder Pellets erhalten. Alternativ kann monatlich bis zweimonatlich Flüssigdünger gegeben werden. Weniger ist hier mehr.
Viele Pflanzen kommen mit wenig Nährstoffen gut zurecht oder sogar besser als mit zu vielen.
Wer regelmäßig Blätter ernten möchte, darf selbstverständlich auch regelmäßig düngen. Ich pflege den Minzstrauch wie einen Bonsai, mir fehlt schlicht der Platz für ein zwei Meter hohes Gestrüpp.

Temperatur
Das Überwintern kann kühl bei fünf bis zehn Grad erfolgen. Dann stellt Prostanthera rotundifolia das Wachstum weitgehend ein.
Das Überwintern bei Zimmertemperatur ist ebenfalls möglich, führt aber durch das geringe Lichtangebot zu langen und instabilen Trieben. Auch sind Pflanzen an warmen und trockenen Standorten im Winter anfälliger für Spinnmilben.
Die Lichtmangeltriebe können zum Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr abgeschnitten werden.
Vermehren
Die Vermehrung mit Stecklingen ist möglich. Es eignen sich auch kleine Triebteile mit wenigen Blättern.


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